Groschen des Herrn


Zwei Seelen in Liebe zusammenstehn,
um gemeinsam den Weg zu gehn,
der mit viel Freud und Leid umgeben;
ganz schlicht benannt, der Weg heißt Leben.
Demut, Hoffen, Liebe und Schmerz,
banden zusammen Herz an Herz!



Da schickte der Herr zwei Boten hinaus,
geht, fragt sie nach ihren Zielen aus!
Sagt ihnen, viel gibt es noch zu tun,
Zeit ist noch nicht um auszuruhn,
mein Weinberg bedarf der Arbeiter viel,
ladet sie ein, es lohnet das Ziel!
Denn wird der Abend näher kommen -
soll gleichen Lohn ein jeder bekommen!

Wer schon am Morgen der Jugend kam,
beherzt Schaufel und Hacke nahm,
geht gewiss beim Abendschein,
zu seines Herren Freude ein!
Sein Groschen wird ihm sicher sein. -

Zu denen die in der Mittagszeit
beginnen zu werken, voller Freud,
sagt der Herr: ei, du treuer Sohn,
du bekommst auch den gleichen Lohn!

Als der Tag zu dämmer begann,
kamen noch viele zum Helfen an!
Auch auf diese sah der Herr liebend nieder,
versprach den gleichen Lohn diesmal wieder!

Schaffst dur nur wenig, ein anderer viel,
alle haben das gleiche Ziel.
Dienen sie auch nur kurze Zeit,
sind sie doch für den Herrn bereit!

Darum, o Menschen, laßt Eifer und Neid,
es mach sich ein jeder zum Dienen bereit:
der Groschen des Herrn ist die Herrlichkeit,
ist bei ihm zu sein - in Ewigkeit!

Auf die Menge der Werke kommt es nicht so sehr an,
sondern, dass sie mit  Liebe, bis ans Ende getan!


(angelehnt an Mattäus 20 Verse 1 - 16)



Alma Tranum


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