Kinderhand an Vaterhand

Kinderhand an Vaterhand
tappt träumend durch das Märchenland,
fröhlichen ungetrübten Blick's
unwissend über das Maß des "Glück" s.


Liebe und Langmut läßt's gelingen,
es wächst das Kind an guten Dingen;
ja voller übermüt'ger Lust,
fällt es erfreut ihm an die Brust!

Es wächst auch wohl durch Trotz und Streit. -
Am Widerstand - am ersten Leid.
Entzieht dem Vater seine Hand.
Erwacht aus Traum und Märchenland.

Allein sucht es sich seine Wege,
mit kühnem Mut auf steilem Stege.
Denkt schwindelnd an das Kinderland
und an des Vaters starke Hand. -

Erkennend das Sorgen, die Güte, das Glück,
unendlich verstehend, blickt es zurück. -
Wird tiefgetröstet, neu gewahr,
mein Vater, du bist wunderbar!


11.Aug.1974


Alma Tranum


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