Verschieben


Verschieben, heißt der große Dieb der Zeit -
ach, heute nicht, vielleicht bin morgen ich bereit -
und deine Jahre eilen ziellos fort.
Des Geistes Flamme ist nur noch glimmender Docht -
weil ihm der Sauerstoff gefehlt, "des Herren Wort"!

Doch ist dies Erdental der einz'ge Arbeitsplatz,
an dem du Lohn für alle Ewigkeiten schaffst!
Drum nähre doch die Flammen, die im Herzen brennen,
damit du deinen Gott und Christus, den Erlöser kannst erkennen.

Wenn es dir hier an Willen, Mut und Fleiß gebricht
verliert die Glut der Flamme ihre Kraft und auch ihr Licht. -
Drum wirke! Strebe nach Vollkommenheit!
Schnell flieht die Zeit ---
du stehst am Tor der Ewigkeit!

Betrübe nicht dein Herz mit Reue "auf ewig ungestillt"
weil du gewusst - doch nicht zum Halten der Gebote warst gewillt.
Die Krone der Erhöhung wird nur dem gegeben,
der gläubig, folgsam seinem Schöpfer war ergeben. -

Hör' auf das Werben des Erlösers, der dich innig liebt
und dir durch seine Macht den Sieg der Auferstehung gibt!
In seinem Weinberg bist du niemals arbeitslos -
alle seine Felder sind schon reif - die Ernte groß!

Drum komm und schlage deine Sichel mächtig ein.
Setz dein Talent und alle Kräfte deines Herzens ein!
Tritt ein durch sein Gesetz, Taufe, vertraue ihm und sei bereit,
dann wirst du einst gekrönt in seiner Herrlichkeit.

Es dämmert schon es naht der Herr, mit reichem Lohn -
ein jeder treue Knecht wird dann ein Gottessohn!



Februar 1976

Alma Tranum


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